Und so kam es, dass wir plötzlich nur noch zu fünft waren. Georgia, Laura, Denis, Simon, Martin und Catherine haben uns am Freitag für eine Woche verlassen, um auf ihr blööödes Zwischenseminar in Florenz zu gehen. Laura F. ist dann spontan nach Palermo gefahren und so blieben nur noch Vera, Shuruq, Florencia, Angelo und ich übrig.
Eigentlich hatten wir geplant, mit Gianluca nach Trapani zu fahren, dort in Schlafsäcken in einer Kirche zu schlafen und erst Sonntagabend wiederzukommen. Doch dann wurde Gianluca krank (bei wem auch immer er sich angesteckt hat...) und auch ich fühlte mich Freitagabend alles andere als gesund. Mein Kopf veranstaltete eindeutig etwas, was ich ihm nicht befohlen hatte und so wog plötzlich meine rechte Kopfhälfte mindestens das fünffache der linken, wenn auch nur manchmal und in einer sehr unangenehmen Weise. Gut, dachte ich mir, geh schlafen und morgen ist es wieder weg.
Leider ergab sich das aber etwas anders und als ich mitten in der Nacht um fünf aufwachte war das immer noch so! Das hat mich dann irgendwie ziemlich gestört, so sehr, dass ich ständig daran denken musste und so war der Rest der Nacht auch alles andere als erholsam. Am nächsten Morgen erzählte Vera mir dann, dass Gianluca so krank sei, dass wir nicht fahren könnten und dass sie und Shuruq aber überlegt hätten, stattdessen selber etwas zu unternehmen.
!!!Seit letzten Montag sind wir nämlich offiziell mobil! Gianluca stellt uns den Polo
zu unserer freien Verfügung!!!
Erst war ich von der Idee, bei diesem Ausflug, der uns nach Marina di Ragusa und Modica führen sollte, dabei zu sein, nicht sehr begeistert, da mein Kopf nach wie vor interessante Dinge vollführte und ich mich merkwürdig schlapp fühlte. Doch irgendwie wollte ich unbedingt mit bei dieser ersten komplett selbst organisierten Fahrt und so nahm ich eine Kopfschmerztablette (was wirklich was heißen will, da ich das ja sonst NIE tue!), sprang unter die Dusche und packte meinen Rucksack und meine Decke ins Auto. Angelo wollte auch mit, Flor lieber nicht und so fuhren wir schließlich zu viert los.
Erstmal musste getankt werden, was sich als sehr lustiges Unternehmen herausstellte, aus dem wir letztendlich aber als Sieger herausgingen. Mit einem mehr als vollen Tank ausgerüstet düsten wir dann mit lauter Musik Richtung Meer. Sobald es in Sichtweite war, hielten wir an einem verlassenen Strand in einem verlassenen Örtchen an, dessen Name ich nicht mal weiß, und sammelten alle fleißig Muscheln, die dort in riesigen Haufen herumlagen. Eine Frau, die ein wenig Deutsch konnte, wollte uns einen ihrer süßen Straßenhunde andrehen, aber wir lehnten dankend ab, da das Servizio ja schon mehr als genug Hunde hat...
Ohne Hund aber mit vielen Muscheln im Gepäck gings dann weiter, bis wir schließlich in Marina di Ragusa ankamen. Ein kleiner Ort, der eindeutig nur im Sommer belebt ist, wenn Touristen die Häuser direkt am Strand beziehen. Jetzt, im Herbst, ist es da quasi wie ausgestorben, ich wusste die Atmosphäre, die mich umgab, gar nicht so recht einzuordnen. Wir tranken einen Kaffee, beschlossen, uns alle ein Piercing stechen zu lassen, verwarfen die Idee aber wieder und gingen stattdessen an den Strand, wo wir schon wieder einen Hund trafen, diesmal einen schwarzen, den wir deshalb kreativerweise Nerino genannt haben, der auch liebend gerne mitgekommen wäre. Wir saßen also am Strand, langsam wurde es dunkler und wir saßen einfach nur da und genossen unsere Freiheit, eben einfach nur da zu sitzen. Irgendwann hatten wir dann allerdings genug da gesessen und dann ging es weiter, natürlich mit bester Laune und guter Musik. Wir fuhren gen Modica und passierten auf diesem Weg einige Orte, in einem dieser Orte entdeckten wir dann einen Markt, der uns spontan dazu veranlasste, mitten auf einer Brücke im Halteverbot zu parken und über den abendlichen Markt zu schlendern, hier und da stehen zu bleiben, zu handeln, zu kaufen oder eben auch nicht. Wir aßen Maronen und stellten fest, dass der Ort mit dem hübschen Namen Scicli wirklich schön war! Umgeben von Bergen, auf denen wir im Dunkeln alte Barockgebäude ausmachen konnten, die wir gerne genauer betrachtet hätten, bot uns Scicli nicht nur den Markt, sondern auch schöne Häuserfassaden und eine langgezogene Piazza, auf der man, von Palmen umgeben, hin und her flanieren konnte, was wir dann auch ausgiebig taten! Nachdem wir also Scicli ausgiebig genossen hatten, fuhren wir aus unserem Halteverbot weg, wo unsere Anwesenheit zu Glück unentdeckt geblieben war und erreichten nach längerem Herumkurven durch den aufziehenden Nebel endlich Modica. Eigentlich wollten wir uns den oberen, älteren und schönen Part der Stadt anschauen, also Modica Alta, doch landeten wir nach langem Suchen in Modica Bassa und da war es auch schön und es gab einen Markt und Geschäfte und viele Menschen und außerdem ein tolles Café, in dem wir eine heiße Schokolade tranken, für die Modica berühmt ist. Die Konsistenz erinnert eher an Pudding oder bzw. eben einfach an Schokolade, die warm gemacht wurde. Sie wurde uns mit Zimt und Peperoncino und Sahne serviert, sodass wir danach pappsatt waren. Wir schlenderten noch eine Weile durch das schöne Modica und hin und her über den Markt, nicht ohne dass Angelo sich mit den Händlern anlegte, um schließlich den Kampf um Handschuhe und eine Mütze zu gewinnen. Gegen halb zwölf beschlossen wir, dass es nun Zeit wäre, den Heimweg anzutreten, der ja mindestens zwei Autostunden betragen würde, und das auf Siziliens Straßen im Dunkeln und im Nebel... Doch mit viel Musik und Kaffeepause zwischendurch haben wir auch das gemeistert und sind schließlich um halb drei fix und fertig ins Bett gefallen!
Und mindestens 10 Mal hörten wir auf den zahlreichen Autofahrten dieses Lied: http://www.youtube.com/watch?v=Mb2hft1b_xE
Am Sonntag waren zwar meine Kopfschmerzen wieder da und hielten auch noch bis Montag an, doch da legte ich mich dann nachmittags ins Bett und schlief über drei Stunden, sodass es mir danach sehr viel besser ging und ich mich sogar fast ausgeschlafen und erholt fühlte.
Noch zwei kurze Anekdoten aus meinem täglichen Busrundfahrtsleben: Eines schönen Morgens hielt uns doch tatsächlich winkend eine alte Frau an. Ich traute meinen Augen kaum: noch NIE in meinem Leben hatte ich so viele Falten in einem Gesicht gesehen! Es bestand nur aus Falten, man kann es sich gar nicht vorstellen, unfassbar! Noch unfassbarer war aber, was die Frau wollte. Sie fragte uns nämlich in der Tat, ob wir sie nicht zum Friedhof mitnehmen könnten! Stünde dies in einem Deutschbuch, würde einem die Metapher ja wohl geradezu ins Gesicht springen, oder?? Bisher habe ich die Frau nicht wiedergesehen...
Einige Tage später beobachtete ich eine andere interessante Szene auf den Straßen von Riesi, die alle sehnsuchtsvoll nach anderen Städten benannt sind: Vor unseren Bus lief ein Hund auf die Straße, an sich keine Besonderheit, denn es wimmelt hier nur so von Straßenhunden. Erstaunlich war nur, was dann folgte: Ein alter Mann kam um die Ecke gepetzt, rief den Hund wütend zu sich, der auch prompt Folge leistete und sich zum dem Mann gesellte. Der Mann redete mit dem Hund wie mit einem ungehorsamen Kind und nahm ihn an der linken Vorderpfote, woraufhin der Hund ihm auf ZWEI Beinen hinterherlief, die Pfote wie eine Hand in der Hand des Mannes. So zogen sie von Dannen.
Dienstag, 24. November 2009
Mittwoch, 11. November 2009
Und wieder in Palermo...
Nachdem ja vor zwei Wochen die Olivenernte angefangen hat, helfen jetzt fleißige Menschen den Agricultura-Leuten Simon und Martin, damit sie auch wirklich mit den 1800 Bäumen fertig werden. So kam vor zwei Wochen eine Gruppe freundlicher Schweizer, letzte Woche eine Gruppe Zivis aus Deutschland, die dann diese Woche von einer andere Zivi-Gruppe abgelöst wurde.
Letzte Woche haben Simon, Denis und ich die Gelegenheit dann am Schopfe gepackt und sind mit den Zivis in ihren Kleinbussen mit nach Palermo gefahren, wo diese das Wochenende verbringen und dann von da aus nach Hause fliegen wollten. Blöd nur, dass Simon nicht freibekam, und so alleine mit dem Bus am Abend fahren musste. Wir wären aber ohnehin nach Palermo gefahren, da schließlich jemandes Geburtstag gefeiert werden musste!
Außerdem wollten wir uns noch nicht ganz von den Zivis verabschieden, die uns unser Alltagsleben hier sehr versüßt haben :) Danke!
Am ersten Abend zogen wir dann zu sechst los, Bier trinkend, bis wir auf einmal vor dem Teatro Massimo standen und somit auch vor einem nächtlichen Markt, über den wir geschlendert sind. Danach haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht, der irgendwie schneller ging als der Hinweg.
"Zu Hause" angekommen, sprich in La Noce, hatten Denis und ich uns natürlich nicht wirklich um eine Schlafmöglichkeit gekümmert, was bedeutete, dass wir auf den Wohnzimmersofas schlafen mussten. Selbstverständlich war ich so großzügig, Denis das größere zu überlassen, was allerdings zur Folge hatte, dass ich am Morgen danach Kopfschmerzen hatte, mich trotz sieben Stunden Schlaf kein bisschen ausgeschlafen fühlte und sich außerdem meine Gedärme erstmal wieder entfalten mussten.
Am Samstag haben wir uns dann glatt der Stadtführung der Zivis angeschlossen, die uns nochmal ein ganz anderes Bild von Palermo vermittelt hat, auch wenn wir nun zum dritten Mal die Kathedrale und zum zweiten Mal den Dom von Monreale besichtigt haben. Denn dieses Mal führte uns unser Stadtführer, auf dessen Schild fünf Mal hintereinander die gleiche Webseite stand, auch in die trostloseren Ecken Palermos, wo es am schmutzigsten ist, wo die Häuser verfallen, dort, wo früher der Markt florierte, jedoch nach einem Erdbeeben die Häuser einsturzgefährdet waren, weshalb der Markt nach und nach umgezogen ist. Er führte uns über den jetzigen, stinkenden Fischmarkt, wo man die Gedärme noch bewundern konnte und einige tapfere Jungs trauten sich tatsächlich, ein Brötchen mit Milz zu essen, einer alten palermitanischen Spezialität, die kaum noch verkauft wird, wovon ich mich ferngehalten habe.
Während einige danach noch auf eigene Faust auf den (Kleidungs-)markt gehen wollten, entschlossen meine traute Jungs-Gruppe und ich uns dazu, lieber gleich den Heimweg anzutreten.
Und dann, am Abend, war es ENDLICH soweit. Nach über zwei Monaten bin ich endlich wieder tanzen gegangen!! Und das habe ich ausgenutzt. Wir waren in einer kleinen Tanzbar und noch nie habe ich so viel und so intesiv getanzt wie an diesem Abend bzw. in dieser Nacht. Auch die Italiener fanden uns Deutsche, die wir eindeutig den Laden zum rocken gebracht haben, großartig, weshalb uns auch der eine oder andere Sekt ausgegeben wurde. So blieben wir dann auch, bis das letzte Lied verklang und die Türen sich schlossen.
Am nächsten Morgen, der viel zu schnell kam, mussten unsere Zivis sich auch leider schon wieder verabschieden. Es flossen zwar keine Tränen, aber Planungen für Nachtreffen werden schon gemacht ;)
Den Rest des Tages in Palermo verbrachte ich im Bett, um etwas Schlaf nachzuholen, danach genehmigte ich mir eine traumhafte Dusche (nicht zu vergleichen mit der meinen, wo bei warmem Wasser nur ein dünnes Rinnsal auf mein Haupt rieselt). Später machten Denis, Simon und ich uns dann auf den Heimweg. Glücklich und pünktlich am Bahnhof in Palermo angekommen, aßen wir alle zum ersten Mal seit Monaten bei McDonalds, denn auf den Bustickets waren hinten Gutscheine drauf!
Als wir dann endlich im Bus saßen, der auch startbereit war, wurde unser Glück jedoch gestört, da eine Passagierin sich partout weigerte, ihre Tasche entsprechend den Sicherheitsregeln auf die Ablage zu legen. Diese Weigerung hatte dann eine sehr laute und aufgeregte Diskussion mit dem wütenden Busfahrer zur Folge, doch die Frau gab nicht nach. Woraufhin der Busfahrer dann kurzerhand zum Handy griff und die Polizei anrief. Die kam auch glatt und nach einigen Überredunsversuchen schaffte es die PolizistIN es dann schließlich, die Frau dazu zu bringen, doch einige Bücher aus ihrer Tasche zu nehmen und diese dann in die Ablage zu legen. (Dass der Busfahrer genau das schon vorgeschlagen hatte, sei an dieser Stelle nur in Klammern erwähnt.)
Mit einer halben Stunde Verspätung kamen wir also alle hundemüde in Riesi an, wo wir nur noch in unsere Betten fielen.
Und so ging schon wieder eine Woche rum, wie im Flug fliegen sie an mir vorbei. In weniger als fünf Wochen bin ich tatsächlich schon wieder zu Hause, wenn auch nur für zwei Wochen.
Das Wetter ist hier momentan recht wechselhaft. Am ersten November konnten wir doch wirklich im Bikini auf dem Balkon liegen, auch die Woche über hielt sich das Wetter relativ warm und immer sonnig. Doch ab dem Wochenende ist es sehr abgekühlt und regnet viel, was mir für die dieswöchige Zivi-Gruppe sehr Leid tut. Und für mich auch, denn ich bin schon wieder erkältet. Von der Schweinegrippe sind wir bisher verschont geblieben, doch einige der Kinder in Kindergarten und Grundschule haben Desinfektionsgel dabei, dass sie sich ständig auf die Hände schmieren.
Dies nur, um endlich mal wieder etwas von mir hören zu lassen. Schande über mein Haupt, aber wie gesagt, die Zeit vergeht und SCHWUPS, sind schon wieder drei Wochen rum.
Letzte Woche haben Simon, Denis und ich die Gelegenheit dann am Schopfe gepackt und sind mit den Zivis in ihren Kleinbussen mit nach Palermo gefahren, wo diese das Wochenende verbringen und dann von da aus nach Hause fliegen wollten. Blöd nur, dass Simon nicht freibekam, und so alleine mit dem Bus am Abend fahren musste. Wir wären aber ohnehin nach Palermo gefahren, da schließlich jemandes Geburtstag gefeiert werden musste!
Außerdem wollten wir uns noch nicht ganz von den Zivis verabschieden, die uns unser Alltagsleben hier sehr versüßt haben :) Danke!
Am ersten Abend zogen wir dann zu sechst los, Bier trinkend, bis wir auf einmal vor dem Teatro Massimo standen und somit auch vor einem nächtlichen Markt, über den wir geschlendert sind. Danach haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht, der irgendwie schneller ging als der Hinweg.
"Zu Hause" angekommen, sprich in La Noce, hatten Denis und ich uns natürlich nicht wirklich um eine Schlafmöglichkeit gekümmert, was bedeutete, dass wir auf den Wohnzimmersofas schlafen mussten. Selbstverständlich war ich so großzügig, Denis das größere zu überlassen, was allerdings zur Folge hatte, dass ich am Morgen danach Kopfschmerzen hatte, mich trotz sieben Stunden Schlaf kein bisschen ausgeschlafen fühlte und sich außerdem meine Gedärme erstmal wieder entfalten mussten.
Am Samstag haben wir uns dann glatt der Stadtführung der Zivis angeschlossen, die uns nochmal ein ganz anderes Bild von Palermo vermittelt hat, auch wenn wir nun zum dritten Mal die Kathedrale und zum zweiten Mal den Dom von Monreale besichtigt haben. Denn dieses Mal führte uns unser Stadtführer, auf dessen Schild fünf Mal hintereinander die gleiche Webseite stand, auch in die trostloseren Ecken Palermos, wo es am schmutzigsten ist, wo die Häuser verfallen, dort, wo früher der Markt florierte, jedoch nach einem Erdbeeben die Häuser einsturzgefährdet waren, weshalb der Markt nach und nach umgezogen ist. Er führte uns über den jetzigen, stinkenden Fischmarkt, wo man die Gedärme noch bewundern konnte und einige tapfere Jungs trauten sich tatsächlich, ein Brötchen mit Milz zu essen, einer alten palermitanischen Spezialität, die kaum noch verkauft wird, wovon ich mich ferngehalten habe.
Während einige danach noch auf eigene Faust auf den (Kleidungs-)markt gehen wollten, entschlossen meine traute Jungs-Gruppe und ich uns dazu, lieber gleich den Heimweg anzutreten.
Und dann, am Abend, war es ENDLICH soweit. Nach über zwei Monaten bin ich endlich wieder tanzen gegangen!! Und das habe ich ausgenutzt. Wir waren in einer kleinen Tanzbar und noch nie habe ich so viel und so intesiv getanzt wie an diesem Abend bzw. in dieser Nacht. Auch die Italiener fanden uns Deutsche, die wir eindeutig den Laden zum rocken gebracht haben, großartig, weshalb uns auch der eine oder andere Sekt ausgegeben wurde. So blieben wir dann auch, bis das letzte Lied verklang und die Türen sich schlossen.
Am nächsten Morgen, der viel zu schnell kam, mussten unsere Zivis sich auch leider schon wieder verabschieden. Es flossen zwar keine Tränen, aber Planungen für Nachtreffen werden schon gemacht ;)
Den Rest des Tages in Palermo verbrachte ich im Bett, um etwas Schlaf nachzuholen, danach genehmigte ich mir eine traumhafte Dusche (nicht zu vergleichen mit der meinen, wo bei warmem Wasser nur ein dünnes Rinnsal auf mein Haupt rieselt). Später machten Denis, Simon und ich uns dann auf den Heimweg. Glücklich und pünktlich am Bahnhof in Palermo angekommen, aßen wir alle zum ersten Mal seit Monaten bei McDonalds, denn auf den Bustickets waren hinten Gutscheine drauf!
Als wir dann endlich im Bus saßen, der auch startbereit war, wurde unser Glück jedoch gestört, da eine Passagierin sich partout weigerte, ihre Tasche entsprechend den Sicherheitsregeln auf die Ablage zu legen. Diese Weigerung hatte dann eine sehr laute und aufgeregte Diskussion mit dem wütenden Busfahrer zur Folge, doch die Frau gab nicht nach. Woraufhin der Busfahrer dann kurzerhand zum Handy griff und die Polizei anrief. Die kam auch glatt und nach einigen Überredunsversuchen schaffte es die PolizistIN es dann schließlich, die Frau dazu zu bringen, doch einige Bücher aus ihrer Tasche zu nehmen und diese dann in die Ablage zu legen. (Dass der Busfahrer genau das schon vorgeschlagen hatte, sei an dieser Stelle nur in Klammern erwähnt.)
Mit einer halben Stunde Verspätung kamen wir also alle hundemüde in Riesi an, wo wir nur noch in unsere Betten fielen.
Und so ging schon wieder eine Woche rum, wie im Flug fliegen sie an mir vorbei. In weniger als fünf Wochen bin ich tatsächlich schon wieder zu Hause, wenn auch nur für zwei Wochen.
Das Wetter ist hier momentan recht wechselhaft. Am ersten November konnten wir doch wirklich im Bikini auf dem Balkon liegen, auch die Woche über hielt sich das Wetter relativ warm und immer sonnig. Doch ab dem Wochenende ist es sehr abgekühlt und regnet viel, was mir für die dieswöchige Zivi-Gruppe sehr Leid tut. Und für mich auch, denn ich bin schon wieder erkältet. Von der Schweinegrippe sind wir bisher verschont geblieben, doch einige der Kinder in Kindergarten und Grundschule haben Desinfektionsgel dabei, dass sie sich ständig auf die Hände schmieren.
Dies nur, um endlich mal wieder etwas von mir hören zu lassen. Schande über mein Haupt, aber wie gesagt, die Zeit vergeht und SCHWUPS, sind schon wieder drei Wochen rum.
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